Samstag, 31. Oktober 2020
Notruf: 112

Willkommen daheim, Florian Karlsfeld 12/1!

Gestern Vormittag war es soweit - wir haben unseren neuen Einsatzleitwagen (Typ ELW 1) beim Aufbauhersteller Furtner & Ammer aus Landau an der Isar in Empfang nehmen können.

Nach rund einem halben Jahr Bauzeit und vielen Stunden an Planungsarbeit ist das Fahrzeug mit dem Funkrufnamen „Florian Karlsfeld 12/1“ nun fertiggestellt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten vom Team Furtner & Ammer für die erneut gute Zusammenarbeit und insbesondere bei der Gemeinde Karlsfeld sowie allen Gemeinderäten für die Unterstützung in allen Bereichen! Das Fahrzeug wird im Alltag ein wichtiger Baustein unseres Fuhrparks, nicht zuletzt für die Sicherheit aller Einwohner unserer Gemeinde.

Der rund vier Tonnen schwere MAN TGE 4.180 mit Allrad-Antrieb verfügt neben der Normbeladung über zahlreiche technische Raffinessen zur professionellen Führung von Einsatzlagen jeglicher Art. Im Inneren finden neben Maschinist (Fahrer) und Einsatzleiter noch zwei Führungsassistenten platz – insgesamt vier Personen.

Diese nehmen im Ernstfall das technische Equipment in Betrieb, wickeln den Funkverkehr als Führungsfahrzeug zwischen Leitstelle und Einsatzleitung ab und unterstützen selbige bei der Aufgabe vor Ort.

Das separat klimatisierte Fahrzeug verfügt über ein EDV-System mit eigener Netzwerk & Server-Technik auf dem neuesten Stand der Zeit. Mit ihr lassen sich an Einsatzstellen unter anderem Objektpläne und Rettungskarten abrufen, umfangreiche Daten zum Leitungsnetz einschl. Hydrantenstandorte via Luftbildkarten einsehen, Gefahrstoffe aus einer Memplex-Datenbank abrufen und viele weitere wichtige Details für die effiziente Abwicklung eines Einsatzes abfragen.

Bei Flächenlagen in der Gemeinde mit einem hohen Einsatzaufkommen kann das Fahrzeug bei der Erkundung und als mobile Ergänzung zur Einsatzzentrale eingesetzt werden. Durch das Lageboard-Modul unseres Alarmierungs- und Informationssystems FF Agent steht das Fahrzeug in direkten Kontakt zur Einsatzzentrale im Gerätehaus und kann in Echtzeit auf alle erfassten Daten zugreifen.

Das EDV-System wird durch weitere „Hardware“ ergänzt. Für Gefahrstoffmessungen steht z. B. ein Multi-Messgerät und eine Erkundungstafel zu Verfügung. Bei Großschadenslagen kann ein Schnelleinsatzzelt einschl. Bank- und Tischgarnitur vor dem Fahrzeug in Stellung gebracht werden.

Um eine übersichtliche Lagedarstellung zu ermöglichen, stehen der Mannschaft Hilfsmittel wie ein FÜSYS-Magnetsystem oder die „Taktifol“ nebst Whiteboards und weitere Büromaterialien zu Verfügung.

Falls die Akkus vom Boardnetz bei längeren Szenarien nicht ausreichen sollten, kann bei Bedarf kann ein Wechselstromgenerator in Betrieb genommen werden. Mithilfe von zwei Scheinwerfer-Systemen kann z. B. ein Landeplatz für einen Rettungshubschrauber vorbereitet und ausgeleuchtet werden. Handwerkzeug, Equipment zur Verkehrsabsicherung und für die erste Hilfe von verletzten Personen ergänzen das umfangreiche Portfolio des Fahrzeugs.

In den nächsten Wochen wird im Gerätehaus noch an einigen technischen Details gearbeitet und die Mannschaft an mehreren Übungsabenden auf das neue Equipment geschult. Durch das erhöhte Gewicht erfolgt bei einigen Kameraden noch eine gesonderte Ausbildung für den sogenannten „Feuerwehr-Führerschein“. Gegen November wird das Fahrzeug dann im Gemeindegebiet Karlsfeld zu sehen sein.